Soziale Gerechtigkeit

Ungleichheiten bestehen zwischen Nationen, Regionen, zwischen sozialen und beruflichen Gruppen. Dies fördert Unzufriedenheit, wirkt als Barriere für gesellschaftliches Wohlergehen und erschwert Bemühungen zur Schaffung eines nachhaltigen Lebensstils. Die derzeitige ökonomische Krise hat diese bestehenden Ungleichheiten noch einmal verschärft. Die Verringerung offenkundiger Ungleichheiten, die weltweit existieren, und die Wiederherstellung von sozialer Gerechtigkeit sind zentrale Anliegen des Green New Deals. Es macht wenig Sinn, Wohlstand in Europa zu sichern, wenn dieser auf Leid anderswo in der Welt beruht. Glücklicherweise gehen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit oft Hand in Hand: Indem wir unser Leben mit dem des Planeten nachhaltig in Einklang bringen, wird anderen ein gerechter Zugang zu den natürlichen globalen Ressourcen ermöglicht.

Der Green New Deal beruht auf einem Bündel politischer Konzepte, welche Gleichheit am Arbeitsplatz und innerhalb der Gesellschaft, in Fragen von Gender, Ethnie, Beschäftigung und im Zugang zu Bildung und Ausbildung fördern.

Größere Gleichheit für alle kann mittels einer deutlich gerechteren Verteilung von Reichtum sowie durch ein ambitioniertes Programm zur Stärkung sozialer Dienstleistungen, wie dem Gesundheitswesen, Bildung, Kinderbetreuung und Pflege älterer Menschen, erreicht werden.

Verbesserte Gleichberechtigung ist absolut zentral im Modell des Green New Deals und impliziert eine Steigerung des Wohlergehens aller, nicht bloß als staatliche Initiativen von oben nach unten, sondern auch ausgehend von lokaler Ebene, von unten nach oben.

 

Deshalb fordert der Green New Deal:

  • Gleichstellung der Geschlechter und ein Ende der Diskriminierung aufgrund von Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Alter.
  • Gleicher Zugang zu Bildung und Ausbildung sowie eine verstärkte Gleichbehandlungspolitik in der Arbeitswelt.
  • Eine progressivere und höhere Besteuerung von Kapital, angemessene Mindestlöhne, ein garantiertes Mindesteinkommen für Menschen ohne Arbeitsplatz und die Umsetzung der EU-Ziele zur Verringerung der Zahl jener Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben.
  • Schuldenerlass und faire Handelsbeziehungen mit Ländern der Dritten Welt.