Landwirtschaft  |  PUBLIKATIONEN  |  20.07.2011

Landwirtschaft und Klimawandel

In dieser Ausgabe der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift "böll.thema" stellen mehrere Autoren und Autorinnen die Beziehung zwischen Landwirtschaft und Klimawandel dar.

Das Klima wird von der Landwirtschaft stark beeinflusst – weltweit werden 32% der umweltschädlichen Gase von der Landwirtschaft produziert. Darüber hinaus muss eine wachsende Weltbevölkerung in Verbindung mit dem Erhalt bedrohter Arten und der Ressourcenschonung ernährt werden. Nach Angaben der FAO (Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen) muss die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 um 70% erhöht werden. In diesem Zusammenhang ist die Umverteilung von Lebensmitteln und der Zugang zu Nahrung ein weiterer entscheidender Faktor. Die Autoren und Autorinnen dieser Ausgabe, beziehen sich auf eine Förderung der kleinbäuerlichen Produktion, lokal angepasster und integrierter Produktionsmethoden sowie Forschung und Entwicklung von Technologien.

Das Konzept der multifunktionalen Landwirtschaft, die nicht nur die Funktion der Produktion von Lebensmitteln erfüllt, sondern auch Lebensgrundlage für die lokale Landbevölkerung darstellt, ist ihrer Meinung nach unabdingbar für die Erhaltung der Ökosysteme sowie ein wesentlicher Faktor bei der Schonung von Ressourcen. Dieses umfassende Verständnis von Landwirtschaft fordert den politischen Willen, sich von alten Konzepten und Strukturen loszusagen. Im Sinne nachhaltiger Landwirtschaft müssen Ernährungssicherheit, Armutsbekämpfung und Klimawandel intelligent miteinander verknüpft werden. Verschiedene Lösungen und alternative Konzepte werden diskutiert und es wird dargelegt, wie man sich diesen Herausforderungen stellen kann.

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