Landwirtschaft

Der Anbau und die Herstellung unserer Nahrung werden von Intensiv-Landwirtschaft und Massentierhaltung beherrscht. Gleichzeitig wächst der Druck, die Welt zu ernähren.

Die industrielle Landwirtschaft, die sich Pestiziden, künstlichen Düngemitteln und Wachstumshormonen für Tiere bedient, mag zwar kurzfristig Erträge steigern können, aber sie wirft die Frage auf, wie es um die Gesundheit der Erde und der Menschen bestellt ist, und wie langfristig für stabile Ernten gesorgt werden kann.  Der Green New Deal versucht, die bestehenden Praktiken intensiver und industrieller Landwirtschaft durch grüne Methoden zu ersetzen. Er sieht eine nachhaltige landwirtschaftliche Infrastruktur vor, die saisonale, gesunde und lokale Nahrung produziert, heute und in Zukunft. Eine grüne Landwirtschaft würde qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in Europa schaffen und einen fairen Handel mit Entwicklungsländern ermöglichen. Dies ist besser für das Land, besser für die Bauern und besser für die Menschen.

  

Für einen Green New Deal braucht es unter anderem:

  • Eine Agrar- und Landwirtschaftspolitik, die Umweltschutz, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel forciert.
  • Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft, die im Einklang stehen mit den Millenniums-Entwicklungszielen, welche die Beseitigung von Armut, Hunger und die Stärkung einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion in Entwicklungsländern vorsehen.
  • Anreize für den Wechsel von intensiven zu organischen Methoden landwirtschaftlicher Nutzung und die strikte Durchsetzung langfristiger Einschnitte für die Fischfangquoten basierend auf wissenschaftlichen Aussagen zum Fischbestand.
  • Investitionen in ein besseres Ressourcenmanagement – Böden, Wasser, Biodiversität – als Teil eines neuen Agrarsystems.