ARGUMENTE Was bietet der Green New Deal?

Ziel des Green New Deals ist eine Wirtschaft und gesellschaftliche Organisation, die allen Menschen und unserem gemeinsamen Planeten dient, jetzt und in Zukunft. Dies lohnt sich - ökologisch, sozial und wirtschaftlich!

  • Sparen und neue Einnahmen

  • Stopp des gefährlichen Klimawandels

  • Schutz natürlicher Ressourcen

  • Menschen- würdige grüne Arbeitsplätze

  • Soziale Gerechtigkeit

  • Gesundes Leben und Wohlstand für alle

  • Bildung und lebenslanges Lernen für alle

  • Rechte und Mitsprache für junge Menschen

  • Innovative und wettbewerbs- fähige Industrie

  • Eine nachhaltige, widerstands- fähige Wirtschaft

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Vermeidung künftiger Klimakosten

Die Kosten zur Bekämpfung des Klimawandels sind jetzt gering, sie belaufen sich auf etwa 2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU und liegen damit deutlich unterhalb der Verteidigungsausgaben der EU-Mitgliedsstaaten. Dieser Anteil wird jedoch stark ansteigen, je länger wir warten. Darüber hinaus würden die künftigen Kosten des Klimawandels, machen wir weiter wie bisher, den heute erforderlichen Aufwand für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bei weitem übersteigen. Es gibt also erstzunehmende ökonomische Gründe, die Investitionen jetzt zu tätigen. Andernfalls steigen die Kosten Jahr für Jahr. Erfahren Sie mehr

 

Weniger Ausgaben für schmutzige Energie

Die EU ist stark von Importen fossiler Brennstoffe abhängig und gibt dafür jedes Jahr zwischen 2 % und 3 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP)  (beinahe 300 Milliarden €) aus, so dass es ein starkes ökonomisches  Argument für die drastische Verringerung dieser Abhängigkeit gibt. Das größte Einsparpotenzial bieten Investitionen in Energieeffizienz, ein Bereich, in dem die EU derzeit hinterherhinkt. Laut Europäischer Kommission könnten Verbesserungen der Energieeffizienz zu Einsparungen in Höhe von insgesamt 200 Milliarden € führen. Erfahren Sie mehr

 

Zusätzliche öffentliche Einnahmen

Die angespannte Haushaltslage in EU-Mitgliedsstaaten schränkt deren Fähigkeit zur Bereitstellung von staatlicher Unterstützung für den Umweltsektor ein. Vor diesem Hintergrund bietet der Green New Deal faire Möglichkeiten zur Erzeugung erheblicher zusätzlicher öffentlicher Einnahmen, z.B. durch die Bekämpfung von Steuerflucht und die Besteuerung des Finanzsektors, der für die Krise verantwortlich war und in den Genuss gewaltiger Subventionen durch den Steuerzahler kam, aber in der Vergangenheit nicht seinen gerechten Steueranteil bezahlt hat. Außerdem könnten ein stärkeres Emissionshandelssystem und Kohlenstoffsteuern helfen, erhebliche zusätzliche öffentliche Einnahmen zu erzeugen. Erfahren Sie mehr

 

Hauptsächlich Bedarf an Geld aus dem Privatsektor

Ein von den Grünen/EFA im Europäische Parlament in Auftrag gegebener Bericht kommt zu dem Schluss, dass der deutlich überwiegende Teil der zur Finanzierung des Green New Deals erforderlichen Mittel aus finanziell profitablen Investitionen aus dem Privatsektor kommen wird. Es gibt einen ausreichend großen potenziellen Topf an privaten Ersparnissen und verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Öffentliche Unterstützung zur Stimulierung von Privatinvestitionen und zum Anstoßen des Green New Deals ist ebenfalls wichtig. Diese Unterstützung könnte in unterschiedlicher Form, einschließlich Steuervorteilen, Beihilfen, Einspeisevergütungen oder ko-finanzierten Umweltinvestitionen, erfolgen. In den meisten Fällen könnte sogar eine geringe öffentliche Finanzierung erhebliche private Mittel anziehen.  Erfahren Sie mehr

Die globale Erwärmung lässt sich nicht leugnen 

Der neueste IPCC-Bericht zeigt, dass sich Wissenschaftler sicherer denn je sind, dass die Menschen das Klima verändern und wie gefährlich es ist, wenn keine Maßnahmen zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen getroffen werden. Der Klimawandel trifft uns bereits schwer und seine Auswirkungen werden mit der weiteren Beschleunigung seines Tempos nur noch stärker. Erfahren Sie mehr

 

Die reicheren Länder werden vom Klimawandel nicht verschont

Einige Entscheidungsträger aus den reichen Ländern scheinen zu denken, dass die Welt, unabhängig davon, wie sich der Klimawandel auswirkt, immer einen Weg finden wird, sich anzupassen. Aber die jüngsten Naturkatastrophen in den USA, Australien und Europa zeigen, dass dies keineswegs der Fall ist; auch nicht in Teilen der Welt, die über die Ressourcen zur Investition in Forschung und Entwicklung, Technologien und Infrastruktur verfügen. Erfahren Sie mehr

 

Auswirkungen des Klimawandels auf europäische Inseln 

Eine von der Fraktion der Grünen/EFA im Europäischen Parlament in Auftrag gegebene Studie erläutert die Auswirkung des Klimawandels auf europäische Inseln in Bereichen wie Sicherheit, Migration und Biodiversität und liefert eine Abschätzung der Kosten in den wichtigsten Bereichen. Erfahren Sie mehr.

 

Klimawandel, Abholzung von Wäldern, Wüstenbildung und Rückgang der Artenvielfalt - all dies sind Zeichen der Verschlechterung unserer Umwelt. Lebenswichtige Ressourcen werden ausgeschöpft. Unserer Wirtschaftsweise mangelt es an Weitsichtigkeit. Doch Umweltzerstörung stellt eine Gefahr für uns alle dar. Die Bedeutung der Artenvielfalt – der Millionen von biologischen Arten, die unser Ökosystem ausmachen – für das menschliche Wohlergehen ist immer besser belegt.

Als Teil eines verantwortungsvolleren Ansatzes bemüht sich der Green New Deal um den  Schutz der Umwelt und den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen für künftige Generationen. Dieses Ziel  wird mit allen politischen Maßnahmen des Green New Deals verfolgt – seien es der grüne Wandel unserer Produktionsweise oder die Veränderung unserer Lebensstile. 

Erfahren Sie mehr darüber, wie sich die Grünen/EFA im Europäischen Parlament für den Schutz unserer natürlichen Ressourcen stark machen 

 

 

 

Grüne Arbeitsplätze. Erfolge und Chancen für Europa

Arbeitslosigkeit gehört zu den schwerwiegendsten Problemen in Europa. Gleichzeitig spitzt sich die Klima- und Umweltkrise immer mehr zu.  Es gibt einen Ausweg: Durch den ökologischen Umbau unserer Wirtschaft können wir qualitativ hochwertige grüne Arbeitsplätze schaffen, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, und gleichzeitig gegen den Klimawandel und Umweltzerstörung vorgehen. Eine Broschüre der Fraktion der Grünen/EFA im Europäischen Parlament beschreibt die Möglichkeiten zur Schaffung grüner Arbeitsplätze und die von den Grünen unternommenen Anstrengungen zur Förderung umweltfreundlicher Beschäftigung. In der Broschüre wird auch beschrieben, wie in verschiedenen Teilen Europas erfolgreich grüne Arbeitsplätze geschaffen wurden. Erfahren Sie mehr

 

Grüne Politik für die Schaffung umweltfreundlicher Arbeitsplätze

Angesichts der hohen  Arbeitslosigkeit in der EU gewinnt die Tatsache, dass im Rahmen des Green New Deals eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen geschaffen wird, noch einmal an Bedeutung. Während Arbeitsplätze in umweltfreundlichen Industrie- und Dienstleistungssektoren geschaffen werden, gehen gleichzeitig manche Arbeitsplätze in schmutzigen Industriebereichen verloren, weshalb politische Maßnahmen zur Umschulung von Arbeitnehmern äußerst wichtig sind. Es sollte ein Fonds für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zur Fortbildung von Arbeitnehmern und zur Vermeidung von struktureller Arbeitslosigkeit eingerichtet werden. Arbeitsplätze im Bausektor, die im Rahmen von Energieeffizienzmaßnahmen geschaffen werden, können dazu beitragen, gering qualifizierten Arbeitnehmern Arbeitsplätze zu beschaffen. Erfahren Sie mehr in dem Bericht „Funding the Green New Deal“.

 

Beschäftigung im Green New Deal

Ein Diskussionspapier der Grünen/EFA im Europäischen Parlament erläutert grüne politische Lösungen zur Schaffung umweltfreundlicher Arbeitsplätze und Bereitstellung entsprechender geeigneter Ausbildungsmöglichkeiten. Es befürwortet den Übergang zu einer grüneren, inklusiveren Gesellschaft und geht auf die zur Unterstützung des Green New Deals erforderliche EU-Finanzierungsmittel ein. Erfahren Sie mehr im Diskussionspapier der Grünen/EFA.

 

Umbau der Wirtschaft zur Schaffung von Arbeitsplätzen

Ein Hintergrundpapier der europäischen Grünen legt dar, dass durch den ökologischen Umbau der Wirtschaft neue Wirtschaftsaktivitäten in so vielfältigen Bereichen wie Energie, Verkehr, Bauwesen, Landwirtschaft, Bildung, Gesundheit und Sozialfürsorge entstehen. Ebenso müssen bestehende wirtschaftliche Aktivitäten zur Optimierung ihrer Ressourcen- und Energieeffizienz neu gestaltet werden. Es gibt ein Potenzial zur Schaffung neuer Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Forschung & Entwicklung bis hin zu Produktion, Vertrieb und Dienstleistungen, und zur Umwandlung vorhandener Arbeitsplätze in hochwertige grüne Arbeitsplätze in der gesamten Wirtschaft. Der grüne Wandel kann jetzt beginnen, in allen Sektoren.  Lesen Sie das Hintergrundpapier.

Wiederherstellung sozialer Gerechtigkeit – das Herzstück des Green New Deal

Ziel des Green New Deals ist eine nachhaltige Lebensqualität für jeden auf unserem Planeten. Dazu sind mutige Maßnahmen zur Gewährleistung einer faireren Umverteilung des Reichtums und einer inklusiveren Gesellschaft erforderlich. Der Übergang zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft muss sozial gerecht sein, daher ist die Gewährleistung der sozialen Sicherheit der Arbeitnehmer und Bürger während dieses Wandels und darüber hinaus ein Kernelement des Projekts. Erfahren Sie mehr im Positionspapier der Europäischen Grünen Partei zur sozialen Dimension des Green New Deal.

 

Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze und soziale Inklusion

Der Green New Deal bietet eine Strategie zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, zur Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze und zur Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit. Sein Ziel ist die Gewährleistung einer besseren Work-Life-Balance und einer sicheren Zukunft sowie die Sicherung von Sozialansprüchen. Dazu gehören qualitativ hochwertige Leistungen der Daseinsvorsorge, die für alle verfügbar und zugänglich sind, einschließlich von Sozial- und Gesundheitsversorgungsleistungen. Dies beinhaltet auch die Schaffung von menschenwürdigen Arbeitsplätzen für alle. Erfahren Sie mehr im Diskussionspapier der Grünen/EFA zum Beschäftigungsaspekt des Green New Deals.

 

Geschlechtergerechtigkeit

Trotz enormer Verbesserungen bei der Geschlechtergerechtigkeit in den letzten Jahrzehnten werden Frauen im Arbeitsumfeld immer noch diskriminiert, beispielsweise in Bezug auf Bezahlung, prekäre Verträge und unfreiwillige Teilzeitbeschäftigung. Sogar grüne Arbeitsplätze sind oft männerdominiert, vor allem in Wissenschaft und Technologie. Der Green New Deal sieht auch die Bekämpfung dieser Unausgewogenheiten vor. Wir können es uns nicht leisten, Frauen vom Wandel zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft auszuschließen! Erfahren Sie mehr im Positionspapier der europäischen Grünen.

 

Faire Finanzierung, Verringerung von Ungleichheit

Der Green New Deal wird fair finanziert. Dazu gehört nicht nur die Bekämpfung von Steuerflucht, sondern auch die Besteuerung des Finanzsektors, der die Krise verursacht hat und dann von umfangreichen Rettungsmaßnahmen aus Steuermitteln profitierte, ohne jemals seinen gerechten Anteil zu zahlen. Umweltsteuern auf Verschmutzung und Ressourcennutzung ersetzen andere regressivere Abgaben, wie Sozialversicherungsbeiträge und Einkommenssteuern, die Haushalte mit niedrigem Einkommen treffen und die Schaffung von Arbeitsplätzen behindern. Zudem könnten Einnahmen aus Umweltsteuern erneut genutzt werden, indem Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Haushalten mit niedrigem Einkommen gefördert und Steuerbefreiungen auf eine Mindestzahl an verbrauchten Kilojoules pro Haushalt eingeführt werden, um Ungleichheiten zu verringern. Erfahren Sie mehr in dem Bericht „Funding the Green New Deal“.

 

Stärkung der solidarischen Ökonomie

Solidaritätsbasierte Geschäftstätigkeit, lokale Kreditgewährung und die Vergabe von Klein- und Mikrokrediten sollten möglichst stark unterstützt werden. Soziale Unternehmen, gemeinschaftliche Solaranlagen und Windturbinen, genossenschaftliche Initiativen, alternative Tauschnetzwerke, regionale Währungsprogramme und Händlernetze gewinnen stetig an Bedeutung. Der Green New Deal unterstützt diese Initiativen, die soziale Gerechtigkeit mit unternehmerischer Aktivität verbinden. Erfahren Sie mehr in einer Veröffentlichung von Grünen Mitgliedern des Europäischen Parlaments.

Die Respektierung der ökologischen Grenzen unseres Planeten unterscheidet den Green New Deal von anderen Investitionsprogrammen. Wir müssen verhindern, dass unser Planet seine Belastungsgrenzen überschreitet. Gleichzeitig müssen wir allen Menschen auf der Welt eine Chance auf Wohlstand geben. Dies bedeutet, dass industrialisierte Gesellschaften, wie unsere, die Art des angestrebten Wohlstands und ihre Lebensstile neu definieren müssen. Dies ist eine unglaubliche Herausforderung...und eine Chance!

 

Eine Postwachstumsgesellschaft für das 21. Jahrhundert

Wirtschaftswachstum wird normalerweise als Standardmechanismus zur Gewährleistung von Wohlstand angesehen. In einer Welt, die von abnehmenden Wachstumsraten und ökologischen Beschränkungen gekennzeichnet wird, fordert uns der Green New Deal auf, quer zu denken und neue wachstumsunabhängige Strategien zu entwickeln, um Wohlstand zu erreichen, Beschäftigungspolitik sowie Renten- und Gesundheitssysteme zu gestalten und Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Erfahren Sie mehr über die Herausforderungen und Chancen einer Postwachstumsgesellschaft.

 

Mehr arbeiten? Weniger arbeiten?

Ein zentrales Ziel des ökologischen Umbaus unserer Wirtschaft ist die Schaffung hochwertiger umweltfreundlicher Arbeitsplätze. Wenn wir Wohlstand und eine angemessene Lebensqualität für alle innerhalb der physischen Grenzen unseres Planeten gewährleisten wollen, dann werden alte Rezepte jedoch nicht funktionieren. Arbeitszeit könnte eine wichtige Rolle bei dem zur Erreichung dieser Ziele erforderlichen Systemwandel spielen. Kürzere Arbeitszeiten verbessern vermutlich die Lebensqualität für alle, gewährleisten ein besseres Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit oder Zeit mit der Familie. Indem Freizeit Vorrang vor Produktivität und Konsumdenken erhält, könnte eine kollektive Verringerung der Arbeitszeit nachhaltigere Konsummuster und eine stärkere Beteiligung von Bürgern fördern sowie die Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern verbessern. Erfahren Sie mehr

 

Warum wir einen Green New Deal brauchen? Entscheidung für ein lebenswertes Leben

Der Green New Deal ist ein Transformationsunterfangen, das für alle Raum zum Leben, Arbeiten, Konsumieren, für Beziehungen und Bewegung schafft, ohne die physischen Grenzen unseres Planeten zu missachten. Veränderung kann nicht zentral vorgegeben und dann von oben nach unten durchgesetzt werden. Sie wird von Bürgern, Verbänden, Unternehmen und lokalen Gemeinschaften, die einzeln und gemeinsam kleine Schritte tun, und durch das Handeln von Regierungen getragen. Sowohl Bottom-up als auch Top-down Anstrengungen sind erforderlich und ergänzen einander. Wenn wir ernsthaft die Richtung und den Zweck unserer Gesellschaft radikal verändern wollen, müssen wir uns bezüglich vier wesentlicher Veränderungselemente selbst infrage stellen: unsere Beziehungen zu Menschen, Dingen, Zeit und Raum. Erfahren Sie mehr

 

Für eine bessere Work-Life-Balance

Ein gerechter Übergang zu einer nachhaltigeren Gesellschaft erfordert auch ein radikales Überdenken unserer Arbeitsorganisation, der Trennlinie zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit und der geschlechtsspezifischen Verteilung von Betreuung. Die umweltfreundlichere Gestaltung unserer Wirtschaft sollte mit einem neuen Ansatz für eine soziale und gute Work-Life-Balance mit jeweils intelligent gestalteten Zeiträumen für Erwerbstätigkeit, Bildung, Familienleben, Betreuung, Auszeit, ehrenamtliche Tätigkeit und Ruhestand einhergehen. In diesem Prozess müssen Einkommen und Zeit mit gleichen Anforderungen an Männer und Frauen gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt werden. Erfahren Sie mehr in einem Diskussionspapier der Grünen/EFA im Europäischen Parlament.

 

 

Alle haben das Recht auf Bildung, Ausbildung und lebenslanges Lernen!

Ein Grundsatzpapier zur sozialen Dimension des Green New Deals erläutert das Ziel, den Anspruch eines jeden Arbeiters auf Ausbildung und lebenslanges Lernen festzuschreiben. Bildung ist auch ein Anrecht und sollte für alle verfügbar und zugänglich sein. Der Trend in der aktuellen Wirtschaft, insbesondere in der derzeitigen Krise, lautet Hire and Fire, anstatt in die Qualifizierung und Ausbildung der Menschen zu investieren. Ausbildung und insbesondere Strategien zum lebenslangen Lernen sollten eher als Investitionen statt als Kosten angesehen werden. Erfahren Sie mehr im Grundsatzpapier der europäischen Grünen.

 

Bildung für eine nachhaltige Gesellschaft

Die Umstellung auf eine grüne, wissensbasierte Wirtschaft erfordert eine Aus- und Fortbildungsoffensive, und die Grundlage für lebenslanges Lernen und Berufsausbildung ist eine hochwertige Grundbildung für alle. Eine gescheiterte Bildungskarriere ist die Grundursache für viele Probleme, einschließlich von Exklusion, Diskriminierung, Arbeitslosigkeit und Armut. Der Green New Deal zielt darauf ab, dass Ausbildungssysteme den Zugang zu Wissen, Kompetenzen und geeignete Unterstützung für alle garantieren. Erfahren Sie mehr in einem Diskussionspapier der Grünen im Europäischen Parlament.

Europa erlebt derzeit eine Jugendarbeitslosigkeit in nie da gewesenem Ausmaß. Millionen junger Menschen befinden sich weder in Ausbildung noch haben sie eine Arbeitsstelle und ihnen droht Exklusion; es ist bereits die Rede von einer „verlorenen Generation“. Währenddessen machen Regierungen weiter leere Versprechungen, während kontraproduktive Krisenmanagementmaßnahmen hartnäckig das vernichten, was erforderlich ist, damit junge Menschen Zukunftsperspektiven haben, insbesondere in Südeuropa. Der Green New Deal fordert das Anrecht junger Menschen auf ein angemessenes Leben, einschließlich ihres Rechts auf Arbeit und die Mitwirkung an Entscheidungen über die Zukunft ein.  

Erfahren Sie mehr darüber, wie der Green New Deal eine Zukunft für junge Menschen in Europa einfordert.

Wettbewerbsfähigkeit durch grüne Vorreiterschaft 

Durch die Behauptung einer führenden Position in umweltfreundlichem Wirtschaften könnte die EU zusätzliche Exporte erzeugen und ihre Wirtschaft fördern. Bei vielen Energieeffizienz-Projekten wird eine positive interne Rentabilität durch wesentlich geringere Energiekosten erwartet. Auch würde die Wirtschaft davon profitieren, schwankenden Preisen für fossile Brennstoffe weniger ausgesetzt zu sein. Schätzungen zufolge muss die EU, sofern keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden, möglicherweise bald 70 % aller von ihr verbrauchten Energie und 90 % ihres Öls importieren. Durch den Umbau zu einer kohlenstoffarmen europäischen Wirtschaft sinken die Gesamtenergiekosten der EU, wodurch bis 2050 bis zu 350 Milliarden € pro Jahr eingespart werden könnten. Würde Europa eine führende Rolle bei sauberer Technologie einnehmen, könnte es pro Jahr zusätzlich 25 Milliarden € mit Exporten generieren. Erfahren Sie mehr 

 

Ökosteuern fördern Wettbewerbsfähigkeit 

Es gibt noch erheblich Luft für den Ausgleich weiterer Umweltsteuern durch niedrigere Lohnsteuern. 50 % der gesamten Steuereinnahmen in den Mitgliedsstaaten der EU stammen aus Lohnsteuern, gegenüber 6,1 % aus Umweltsteuern. Dieses erhebliche Ungleichgewicht ist kontraproduktiv, denn Lohnsteuern verhindern Beschäftigung. Eine Verlagerung der Steuerlast hin zu Verschmutzung und Ressourcenabbau würde die Nachfrage nach Arbeit erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit arbeitsintensiver Sektoren verbessern sowie gleichzeitig umweltfreundliche Investitionen fördern. Erfahren Sie mehr 

 

Behauptungen über Industrieflucht sind übertrieben

Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass Behauptungen über Industrieflucht durch eine angemessene europäische Kohlenstoffbepreisung übertrieben sind. Mit einem EU-Emissionshandel (ETS) ohne kostenlose Zuteilung von Emissionsberechtigungen besteht nur bei 2 % der EU-Emissionen die Gefahr einer Abwanderung ins Ausland. Doch auch wenn die EU schneller Fortschritte macht als andere Regionen der Welt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese auch ihre Regulierung von Treibhausgasemissionen verschärfen, so dass mögliche Kosteneinsparungen durch  Standortverlagerungen vermutlich nur zeitweilig wären. Entscheidend ist, vor Augen zu haben, dass die Kosten für die Bekämpfung des Klimawandels zum jetzigen Zeitpunkt gering sind, aber stark ansteigen, je länger wir wirksames Handeln hinauszögern. Erfahren Sie mehr 

 

Innovation ist der Schlüssel der industriellen „grünen Revolution“

Die grüne Industriepolitik, das Herzstück des Green New Deals, ist mehr als eine Plattform für Industrien, die Umwelttechnologien entwickeln. Sie gibt uns vielmehr die Instrumente, die wir zur Förderung einer ganzen Reihe an grundlegend neuen und für die Umwandlung unserer Volkswirtschaften und Industrien entscheidenden Innovationen benötigen. Erfahren Sie mehr in einem von der Grünen Europäischen Stiftung veröffentlichten Bericht

Der Green New Deal liefert uns Möglichkeiten, um unser Wirtschaftssystem auf ein neues Fundament zu stellen, eine Basis, auf der unsere Kinder und Enkel weiter aufbauen können. Auf diese Weise können wir eine krisenfeste, humane und umweltfreundliche Wirtschaft, die heute und in der Zukunft Erfolg hat, schaffen.

 

Abmilderung der „Kohlenstoff-Blase“ und Aufbau eines widerstandsfähigen Finanzsystems

Öffentliche und private Finanzinstitutionen stecken weiterhin Millionen in Unternehmen aus dem Bereich fossile Brennstoffe und treiben deren Aktienkurse in die Höhe, als ob sich deren fossile Reserven immer auf dem Markt verkaufen würden. Diese Annahme ist falsch, denn ihre Reserven bleiben als verlorene Vermögenswerte im Boden, wenn wir den gefährlichen Klimawandel stoppen wollen. Wenn diese Blase zum Platzen gebracht wird, könnte dies einen Schock mit schweren Dominoeffekten für unser Finanzsystem hervorrufen. Der kosteneffizienteste Weg zur Milderung dieses Risikos wäre die Umsetzung ehrgeiziger klima- und energiepolitischer Maßnahmen, die zur einem schnellen, entscheidenden Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft führen. Erfahren Sie mehr in einem Bericht im Auftrag der Grünen/EFA im Europäischen Parlament

 

Makroökonomischer und finanzieller Rahmen des Green New Deals

Dieses Grundsatzpapier der europäischen Grünen zeigt auf, wie wir ein Wirtschaftssystem, das den Menschen und dem Planeten dient, errichten, wie Finanzmärkte in den Dienst der Realwirtschaft gestellt und wie eine effektive und nachhaltige wirtschaftspolitische Steuerung sowohl in der EU als auch weltweit eingeführt werden können. Erfahren Sie mehr in einem Grundsatzpapier der Europäischen Grünen Partei.

 

Green New Deal zur Stabilisierung des Euro 

Die Mitgliedsstaaten der EU geben immer mehr für den Import von Öl, Gas und Kohle sowie sonstiger nicht erneuerbarer Rohstoffe aus. Nicht nur Unternehmen, Verbraucher und die Umwelt leiden unter dieser Abhängigkeit: Die hohen Kosten dieser Einfuhren haben zu einem starken Anstieg der Nettoneuverschuldung mehrerer EU-Länder geführt und stellen somit eine Bedrohung der Stabilität der Eurozone an sich dar. Infolgedessen haben manche Mitgliedsstaaten Auslandsschulden angehäuft, was für sie zu einem nicht nachhaltigen Handelsdefizit führt. Durch den grünen Umbau unserer Volkswirtschaften könnte der Green New Deal die meisten teuren Importe überflüssig machen, was zu einer Verringerung der makroökonomischen Ungleichgewichte führen und somit den Euro stabilisieren würde. Erfahren Sie mehr in einer Veröffentlichung eines Grünen Mitglieds des Europäischen Parlaments.

 

Stärkung der regionalen Wirtschaften zur Verbesserung der Stabilität

Die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, beispielsweise in der ökologischen  Landwirtschaft und lokalen Handels-, Dienstleistungs- und Finanzierungsstrukturen, ist eine notwendige Ergänzung zur Globalisierung. Dezentralisierte Elemente im Wirtschaftssystem verbessern die Stabilität des gesamten Systems und schwächen die Auswirkungen von Krisen ab. Erfahren Sie mehr in einer Veröffentlichung von Grünen Mitgliedern des Europäischen Parlaments.